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Besançon und die Zeit

von Bert Schwarz

Besançon und die Zeit

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Produziert für:

Bert Schwarz
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Hineingekuschelt in eine Windung des Flusslaufes der Doubs, findet man die kultivierte und sehr attraktive Hauptstadt des Franche-Comté. Und sie ist erfrischend zurückhaltend und untouristisch geblieben, trotz der Monumentalbauten wie die Zitadelle oder der aus dem 18. Jahrhundert stammenden Stadt und Frankreichs erster öffetnlicher Bibliothek. In gallisch-römischer Zeit war Vesontio (was über die Jahrhunderte hin sich zu Besançon entwickelte) ein bedeutender Knotenpunkt internationalen Handels, wo Italien, die Alpenregion und der Rhein miteiander verbunden wurden.

Citadelle de Besançon

Sie dominiert die Stadt vom Berg St Etienne aus, 120 m hoch über der Altstadt, die aus dem 17. Jahrhundert stammende Citadelle de Besançon – von Vauban für Louis XIV entworfen. Von hier aus schweift der Blick über die Stadt und sen sich entlang schlängelnden Fluss Doubs. Gemeinsam mit weiteren 11 Bauwerken Vaubans wurde es 2008 in die Liste des Unesco Weltkulturerbes aufgenommen.

Das Musée de la Résistance et de la Déportation ist eines der am weitesten in die Tiefe gehendes und wichtigstes Museum über den 2. Weltkrieg. Einige der ausgestellten Fotografien sind nichts für Jugendliche. - In der Nähe präsentiert das Musée Comtois das tägliche Leben der vergangenen Jahrhunderte.

Hast Du keine Lust auf bergauf-wandern nim die Linie 17 des Ginkobus (€1.30) von der Innenstadt oder dem Parkplatz. Bis zu fünf mal die Stunde verkehrt die Linie von April bis Mitte Oktober.

Musée des Beaux-Arts et d’Archéologie

Frankreichs ältestes öffentliches Museum wurde 1694 gegründet und ist berühmt für seine gallisch-römische archäologischen Funde, sein Cabinet des Dessins mit rund 6.000 Zeichnungen vom 15. bis ins 20. Jahrhundert, einschliesslich der Meisterwerke von Dürer, Delacroix und Rodin und seinen seinen Malereien vom 14. bis ins 20. Jahrhundert, besonders von Titian, Rubens, Goya und Matisse. Bis Mitte 2018 müssen wir uns aber gedulden, denn es wird bis dahin renoviert.

Porte Noire

Erbaut im Jahr 175 zur Ehre des Marcus Aurelius befindet sich dieser Triumphbogen in der Nähe der Säulen eines römischen Theaters und einem erst 1870 gefundenen Aquaedukt, das noch erkennbar ist. Dieser Ort dokumentiert die Bedeutung von Besançon seit der Römerzeit.


Die Zeit.

Musee du Temps.

Als typisches Renaissance-Bauwerk im Franche-Comté wurde das Palais Granvelle zwischen 1988 und 2002 restauriert, um das Musée du Temps zu beherrbergen. Es zeigt die Geschichte von Besançon, wissenschaftliche Themen und der (mechanischen) Uhrentechnologie.

Das Palais Granvelle, ein Haus für die Familie:

Das Palais Granvelle war früher das Heim einer reichen Advokatenfamilie aus dem Franche-Comté, von denen Nicolas Perrenot, um 1486 geboren, der erste Berater und Freund von Karl V war. Sein Sohn wurde 1517 geboren und war auch im Dienste dessen Sohnes, Philipe II von Spanien. Die Granvelles sammelten in ihrer Residenz in Besançon Kunst und Bücher. Im 17. Jahrhundert wurde die Sammlung nach dem Aussterben der Familie Granvelle der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, es wurden verschiedene kulturelle Projekte im Haus installiert, bis dann in den 50er Jahren des 20. Jarhunderts ein Museum installiert wurde, dass die Geschichte der Stadt erzählt. 1988 konnte eine Sanierung der Bausbstanz nicht mehr hinausgeschoben werden, die Arbeiten begannen und aus dem Geschichtsmuseum wurde 2002 das Palais zum Le Musée du Temps.

Die Zeit ist die Verbindung zwischen Geschichte und ihrer Messung, Zeitmesser, Uhren ... , die sich anfangs aus der Sammlung des Museums der schönen Künste und dem der Stadtgeschichte speiste. Denn: im 19. Jahrhundert war Besançon die unumstrittene Hauptstadt der französischen Uhrenindustrie und beeinflusst von den Schweizer Uhrmachern.

Heute füllt dieser Industriezweig noch eine Nische und ist weit entfernt von früherer Grösse. Aber es gibt sie noch, die Uhrmacher in Besançon. Und wir haben einen von ihnen getroffen, der sich nicht nur mit dem Design von Armbanduhren beschäftigt, sondern grosse Uhren mit Ausgleichspendeln entwirft und produziert:

Philippe Lebru

«Seit zwölf Jahren verbringe ich jetzt meine Zeit damit, Uhren zu entwerfen. Vielleicht erfinde ich das Rad neu... Was mir jedoch am wichtigsten ist, ist eine neue Dimension in die intime Verbindung zwischen Mensch und Zeitmessung zu bringen. Eine zeitgemässe «Opa»- Uhr, eine Meteoritenuhr, oder eine Uhr, die gegen den Uhrzeigersinn läuft...

Das ist, wie eine völlig neue Geschichte zu erzählen.

Eine Geschichte, die ihre Wurzeln im Franche-Comté hat, das moderne Erbe der traditionellen Uhrmacherei der Schweiz und des Jura. Die Geschichte des Grossen Knalls und den Himmelsbrocken, die die Erde formten. Und auch die Geschichte, wie sich das Gefüge der Zeit verändert.»

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Besançon, Zitadelle

Besançone, Porte Noire

Besançone, Musée du Temps

Besançone, Musée du Temps

Philippe Lebru

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