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Provence

Tour de Provence

von Bert Schwarz

Tour de Provence

Tour de Provence.

Wer unbedingt im Sommer in die Provence will, dem sind sehr wahrscheinlich die vergangenen 2.000 Jahre offenbar völlig egal. In dieser Region tobte das Leben seit die Römer hier ihre Arenen und Amphitheater flächendeckend errichteten.

Und es hat sich in dieser Hinsicht nicht viel geändert. Es gibt genug Veranstaltungen und Festivals, die für Schlafentzug verantwortlich sind.

Wir kennen die Provence eigentlich seit mehr als 40 Jahren ... aber nicht wirklich gut. Da sind die Erinnerungen an den Mistral am Strand, wo wir auf Sand herum kauten oder die (gefühlt) ewig langen Strassen zu den Gorges du Verdon, die dann letztlich keine echte Stippvisite zuliessen.

Mit der Existenz des Internets sind solche touristischen Anfängerfehler eher selten geworden. Oder sie sind ganz einfach das Ergebnis falscher oder gänzlich fehlender Planung.

4 x Alt, 1 x Neu

Ausgehend von einem Zeitbudget von rund drei Wochen netto und unserem Standort in Sanary-sur-Mer hatten wir uns auf drei bekannte Zielorte und einen Unbekannten vorbereitet:

Die Erinnerungen an Marseille, Château d'If und Toulon waren schon etwas in die Jahre gekommen, und in Cassis wollten wir ein Update machen, da wir bei unserem letzten Besuch bedauerlicherweise nicht alles uns wichtig Erscheinende abgearbeitet hatten. Das holen wir jetzt nach.

Marseille & Château d'If

zum Film

Viele Jahre lang hatte Marseille ein ernsthaftes Imageproblem. Abgetan wegen seiner grottenschlechten Reputation, dem Verfall der Stadt und der häufig alarmierenden Kriminalstatistik, war es lange das Schwarze Schaf an der provençalischen Küste. Aber während es hier eher trostlos und nicht immer und überall hübsch zu sein schien - was in Cannes oder St. Tropez nicht der Fall ist - ist Marseille heute eine dynamische, mit Ecken und Kanten versehene, geschäftige Metropole mit einer mehr als 2.000 Jahre währenden Geschichte. Und spätestens mit der Auswahl der Stadt zur Europäischen Kulturhauptstadt im Jahr 2013, gab es zusätzliche, elegante Museen und die Stadt strahlt seitdem einen nicht zu übersehenden Optimismus aus, ist sauber und wir fanden nur mit Mühe noch ein, zwei Ecken, die (noch) etwas nuschelig waren, wo aber kein Gast der Stadt (ausser uns) hin geht. Hier fanden wir die einzigen Orte, die noch irgendwie an Poppeye auf «French Connection» oder die Handlungen der Filmreihe über Kommissar Fabio Montale (Alain Delon) erinnerten. Und dennoch: ein Gefühl der Unsicherheit stellte sich an keinem Ort ein.

Chapeau!

Natürlich besuchen wir auch das Château d'If. Der Ort, an dem die unsterbliche Novelle von Alexandre Dumas spielt: Der Graf von Monte Christo.

Dieser Ort ist in den vergangenen Jahren hergerichtet worden. Es gibt nur noch ganz wenige Stellen auf dieser Insel, die für Besucher gesperrt sind - weil dort die Restauration weiter geht. Hier gibt es von uns aber ein ganz grosses Aber... : 2011 steckten die Arbeiten draussen noch in den Kinderschuhen und im Innenbereich waren die Zellen erkennbar alt, düster, und wir konnten die Frustration des Grafen von Monte Christo, resp. der realen Gefangenen gut nachvollziehen - besonders, wenn die Altstadt von Marseille durch die kleinen Fenter im Abendlicht glänzt.

Bei diesem Besuch empfanden wir die (ronovierten) Zellen als geradezu adrett und auf den nächsten Gast ... äääh : Gefangenen ... wartend.

Schade.

Cassis

zum Film

In diesem kleinen Fischerdorf dreht sich nach wie vor alles im und um den kleinen Hafen, der inzwischen praktisch nicht mehr von auswärtigen Autos angefahren werden kann. Eine vernünftige Lösung, denn es sind einige Parkhäuser in der Nähe zum alten Ortskern vorhanden, reichen aber mit ihrer Kapazität nicht wirklich. Cassis ist ein Ort, in dem zeitiges Kommen tatsächlich freie Parkplätze sichert. Andererseits gibt es einen riesigen Parkplatz am Stadtrand, der die Besucher mit einem Shuttlebus ins Stadtinnere bringt.

Unser Update über Cassis zeigt den Ort und sein Museum, das nicht nur mit Herzblut gemacht wurde, sondern auch interessante Maler der Stadt, bzw. näheren Umgebung präsentiert.

Le Castellet

zum Film

Über dieses Fleckchen Erde ist eigentlich nur Betrübliches zu berichten. Wir hatten es als ein kleines mittelalterliches Dorf in Erinnerung, in dem Künstler ihrer Profession nachgingen. Auch hier ist es heute blitzsauber, die Künstler ziehen weg, wie wir hörten, denn mit dem Saubermachen fiel auch der Charme dem Kehrbesen zum Opfer. Die Häuser stehen da wie neu gebaut und man berichtete uns, dass der Grund des Künstlerwegzugs ganz simpel ist: die Mieten für Atelliers steigen und werden nur noch erschwinglich für Modegeschäfte und Boutiqen, die sich auffällig oft präsentieren und die aus Grossstädten bekannten Brands anbieten.

Das ist sehr schade, denn das Flair spürten wir nicht mehr und zum Shoppen fahren wir nach Marseille oder Toulon oder eine andere Stadt.

Sanary-sur-Mer

zum Film

Sanary-sur-Mer ist unsere Ausgangsbasis, über die wir schon einiges geschrieben haben. Der Ort, der in der jüngsten Geschichte einiges erlebte und als Zuflucht für viele deutsche Literaten sich einen Namen machte ist der ideale Ausgangspunkt, wenn man sich dem westlichen Var widmen möchte.

Toulon

zum Film

Wir zitieren einen international anerkannten Reiseführer (aus dem Englischen frei übersetzt) : «Das ungeschliffene Toulon passt einfach nicht in die funkelnde Welt der Côte d'Azur. Um eine Reede herum gebaut (eine geschützte Bucht mit Anlegestellen versehen) hat Frankreichs zweitgrösster Marinehafen einen gewissen spröden Charme und ist auch nicht mehr so furchtbar wie früher einmal, dennoch fahren die meisten Besucher klugerweise einfach nur durch.»

Wir wissen nicht, in welcher Stadt der Autor dieser Zeilen war. Auf jeden Fall war er oder sie nicht in dem Toulon, das wir 2011 zum ersten Mal besuchten und in das wir jetzt wieder zurückkehrten.

Wer nach bling-bling sucht, ist hier falsch. Wer durch die gemütlichen Gassen der Altstadt schlendern will, um Schaufenster anzuschauen oder in der einen oder anderen Kunsthandlung seine Geldbörse einer Schlankheitskur unterziehen will, ist hier goldrichtig. Und dann gibts auch noch den Mont Faron, den man auf einer Strasse erlaufen oder mit dem Fahrrad erklimmen kann - oder, weniger schweisstreibend, mit der Seilbahn einfach hinauffährt, um dann von oben die Schönheit von Meer, den vorgelagerten Inseln und den Blick die Küste entlang zu schauen bis nach Ciotat mit seiner weltberühmten Klippe. Dazu bedarf es allerdings sehr klarer Sicht.

Wir fanden hier jedenfalls eine interessante, lebendige Hafenstadt, in der wir auf freundliche Menschen trafen - wie eigentlich überall in der Provence.

Grasse

zum Film

Einem gebildeten Menschen fällt beim Stichwort Grasse Parfum, Lavendel, Rosen, Süsskind ein. Da schien es uns doch durchaus praktisch, dass unsere Allgemeinbildung hier und da die eine oder andere Lücke aufweist und wo die Lücke(n) dann den Blick für Neues offen lassen.

So erging es uns in Grasse. Wir kommen hier in eine Stadt, deren Kerngeschäft bis in das Mittelalter hinein reicht. Wir lernen, dass die Produktentwickler in ihrem Fach Künstler sind mit der besonderen Begabung Düfte zu identifizieren und aus den verschiedenen Basisdüften etwas Neues zu komponieren, aus dem dann Parfum, Eau de Parfum oder Eau de Toilette wird. Und wir lernen den Ursprung, die Initialzündung dieses Produktes kennen, über das wir hier en détail berichten.

Marseille & Château d'If

Cassis

Le Castellet

Sanary-sur-Mer

Toulon

Grasse

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Marseille

Marseille, Cathedral de la Major

Chateau d'If

Château d'If

Cassis

Bucht von Cassis

Aix-en-Provence

Aix-en-Provence

Le Castellet

Marktplatz Le Castellet

Toulon

Toulon

Grasse

Grasse

Lesenswertes aus der Provence

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Die Stadt Grasse

Wenn ein Tourist Grasse unvorbereitet und mit der Erwartungshaltung «... mal gucken, ob's da hübsch ist» besucht, tut sich selbst keinen Gefallen und wird der Stadt und ihren Bewohnern in keiner Weise gerecht.

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Viele Jahre lang hatte Marseille ein ernsthaftes Imageproblem. Abgetan wegen seiner grottenschlechten Reputation, dem Verfall der Stadt und der häufig alarmierenden Kriminalstatistik, war es lange das Schwarze Schaf an der provençalischen Küste.

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Toulon

Wir zitieren einen international anerkannten Reiseführer (aus dem Englischen frei übersetzt) : «Das ungeschliffene Toulon passt einfach nicht in die funkelnde Welt der Côte d'Azur. ... »

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Le Castellet

Hier dreht sich alles um die schönen Dinge, die das Leben schöner und interessanter machen: Exklusive oder interessante Themen, die nicht teuer sein müssen, stellen wir vor, oder verraten angesagteste Reise-Trends.

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Die Küstenstrasse, die vom Marseiller Hafen aus nach Süden führt, eröffnet faszinierende Perspektiven, doch sie endet unvermittelt in der grandiosen Wildnis der Klippen und Schluchten der Calanques.

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Der Parc National des Calanques, ist ein 20 km langer, wilder und spektakulärer Landstrich aus felsigen Bergen, die aus dem wunderbaren türkisen Wasser des Mittelmeeres heraus ragen.

Provence

Sanary-sur-Mer

Von Marseille kommend fährt man auf dem Weg nach Toulon durch Bandol oder auf der Umgehungsstrasse vorbei. In diesem Fall verpasst man ein an einer hübschen Bucht gelegenes und seit dem 19. Jahrhundert sehr beliebtes Seebad.

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... früher in der Provence

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