Magst Du Namibia?

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Auf einen Blick


Für die, die eine abenteuerliche Reise machen wollen, ist der Nordwesten Namibias die richtige Wahl. Unberührtes, unglaublich beeindruckendes Land liegt vor den Rädern des Geländewagens.

Entlang der Skelettküsste auf gefühlt unendlichen Stränden mit vor sich hin rostenden Schiffswraks und auf der anderen Seite flankiert von Wanderdünen geht es Stunde um Stunde voran. Hier ist der Reisende wirklich ganz allein und auf sich gestellt - mit nur dem einem Gedanken, ob das Auto diese Reise unversehrt überleben wird.

Hat man von unwirtlicher Gegend noch nicht genug, ist das Kaokoveld der Traum jedes Fotografen: grosse Weiten, einsame Strassen (??? lies: Pisten) , aber niemand, der vor die Linse springt und die Aufnahme verdirbt...

Wir begeben uns auf die Reise in den Nordwesten des Landes. Ausgangspunkt ist Windhoek, die Hauptstadt des Landes. Mit einem Dutzend expedionsmässig ausgestatteten Geländewagen geht es über die Frans-Indongo Lodge (Reiseleiter Harry: «Dies ist der letzte Aussenposten der Zivilisation.») in den Etosha Nationalpark. Der erste Abend mitten in atemberaubender Wildnis ist die Vorabentschädigung für eine nasse Nacht im Dachzelt auf den Geländewagen.

Das ist der erste Vorbote der nahenden Regenzeit. Der Reisetermin ging nicht früher; so haben wir den Zeitdruck während der ganzen Reise im Gepäck und ein Blick galt immer den Wolken über den Bergen.

Es geht nach Norden bis zur Grenze nach Angola. Der Kunene markiert die Grenze, der wir Lauf bis zu den Wasserfällen in Epupa folgen. Ein paar Stunden sind wir Gast in einem Dorf der Himba, dem Volk, das schon seit Jahrtausenden in dieser Region lebt.

Hier wenden wir uns nach Westen. Das nächste grosse Ziel ist das Marienflusstal, eine Region, so gross, dass sie vom Flugzeug in 11 km Höhe aus gut erkannt wird. Davor liegt aber noch der Weg zum und durch den Pass van Zyl, eine «Hauptverkehrsstrasse», die nur von Allradfahrzeugen bewältigt werden kann und zu den gefährlichsten Wegstrecken der Welt gehört.

Im Marienflusstal ereilen uns die ersten, ernsten technischen Ausfälle und kosten Zeit, die wir eigentlich nicht mehr haben.

Die Reparatur wird nachts in Opuwo, der Bezirkshauptstadt mit einer beleuchteten Tankstelle gemacht. Dann geht es weiter durch leichteres Gelände nach Puros, wo uns ein Campingplatz mit Duschen erwartet. Die Fahrt wird einige Stunden vor Erreichen des Campingplatzes jä unterbrochen. Unser Pressefahrzeug erleidet einen Achsbruch und eine weitere Nacht wird für die Reparatur benötigt.

Das Zeitpolster zum Beginn der Regenzeit ist aufgebraucht. Wenn jetzt noch weitere technische Pannen auftreten, kann die Reise lebensgefährlich werden.

Mit unserem notdürftig reparierten Wagen erreichen wir den Campingplatz noch einen Tag später als ursprünglich geplant. Es gibt tatsächlich Duschen, aber wir müssen auf Skorpione achten, die in grosser Zahl im Sand leben.

In aller Frühe brechen wir am nächsten Tag auf, da wir vor Einbruch der Dämmerung eine Furt des Hoarusib erreichen müssen, das «Felsentor» bevor Dunkelheit und zu hoher Wasserstand eine Durchfahrt mit dem Auto verhindern.

In den Bergen sind die ersten Schauer schon heruntergekommen. Mit viel Nerven und Geduld schaffen wir es bis zum Hoanib, der bei unserer Ankunft zu «laufen» beginnt.

Nachdem wir vom «Devil's Trip» wieder glücklich nach Windhoek zurückgekehrt sind, geht es nach zwei Tagen der Reparaturen weiter nach Süden. Diese «Südschleife» unserer Reise durch Namibia ist der Saddle Hill Trip, der uns in den Namib Naukluft Park führt.

Unser erstes Ziel ist Maltahöhe, ein Ort mit sehr deutscher Anmutung im einzigen Dorftkrug, den man nicht verpassen sollte.

Die Wüste Namib mit ihren wirbelnden Sanddünen und eines der Highlights, die zu einem Namibiabesuch einfach gehören. Die aktuellen Grenzen des Namib-Naukluft Park, einem der grössten Naturschutzgebiete der Welt, wurden überwiegend 1978 festgelegt, als der Namib Desert Park und der Naukluft Mountain Zebra Park mit Teilen der of Diamond Area 1 zusammengelegt wurden.

Lüderitz, gegründet vom gleichnamigen deutschen Kaufmann, wird unsere Realais-Station auf dem Weg an die Skelettküste und in das Gebiet des Saddle Hill bevor wir wieder nach Windhoek zurückkehren.

«Devil's Trip»