Trier.

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Auf einen Blick


Die Mosel fliesst durch Frankreich, Luxemburg und Deutschland an pitoresken, mittelalterlichen Orten vorbei und schwindelerregenden Hängen, die voll von Weinstöcken sind.


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© Foto: ttm GmbH

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Als die Treverer vor 2000 Jahren hörten, was der römische Kaiser Augustus an der Mosel vorhatte, waren sie verständlicherweise wenig begeistert. Seit Jahrhunderten schon lebte der keltische Stamm im Moseltal, hatte die römische Invasion unter Caesar weitestgehend unbeschadet überstanden, und nun wollte dessen Sohn ihre Siedlungen abreissen und eine neue römische Stadt errichten?

Augustus wusste die Treverer milde zu stimmen. Er schloss die neue Metropole an das römische Fernstrassen- und Handelsnetz an, und benannte sie nicht nur nach sich selbst, sondern auch nach den Treverern: Augusta Treverorum, gegründet 16 v. Chr.

Heute verleiht dieses Gründungsdatum Trier den Titel «älteste Stadt Deutschlands». Und auch die Enkel der Treverer tragen den Römern nichts nach, im Gegenteil: Die Trierer sind stolz auf ihre «Pochta», wie die Porta Nigra, das römische Stadttor, im moselfränkischen Dialekt heisst, ebenso wie auf die Basilika, das Amphitheater oder die Kaiserthermen.

Acht UNESCO-Weltkulturerbestätten liegen fussläufig in und um die Innenstadt – fast alle haben die Römer gebaut. Doch beim Schlendern über das Kopfsteinpflaster der Fussgängerzone, vorbei am duftenden Obst- und Blumenmarkt, an den liebevollen Auslagen der kleinen Geschäfte und den aufgespannten Sonnenschirmen der zahlreichen Cafés können Sie sich auch auf eine Zeitreise durch spätere Epochen begeben: Mittelalterliche Wohntürme, Fachwerkhäuser aus der Renaissance, kurfürstliche Prachtbauten oder das Geburtshaus von Karl Marx – in Trier entdecken Sie Geschichte an allen Ecken und Enden.

Auch wenn die Porta Nigra, das „schwarze Tor“, die Besucher willkommen heisst: Trier ist bunt, und das rund ums Jahr. Im sanften Frühlingsgrün schlendern Sie durch den Palastgarten, verdienen sich Ihr erstes Eis der Saison durch eine Wanderung zum Weisshauswald oder fahren mit dem Fahrrad entlang der Mosel bis nach Luxemburg, während neben Ihnen die Sonnenstrahlen im Blau der Mosel glitzern. In den Sommermonaten zieht Sie das besonders reichhaltige Kulturangebot in seinen Bann. Im mittelalterlichen Brunnenhof swingen und jazzen Sie mit Vollblutmusikern aus Trier und der Umgebung, am Altstadtfest rocken Sie mit der ganzen Stadt auf mehreren grossen und kleinen Bühnen, und beim Moselmusikfestival tauchen Sie ein in die klassische Konzertwelt von nationalem und internationalem Rang.

Im Herbst ist die Zeit der Farbentdecker gekommen: Vor dem Fenster wehen rote und gelbe Blätter durch die Luft, doch wie sieht es auf der anderen Seite des Glases aus? Ist der Riesling eher elfenbeinfarben oder golden, eher blassgelb oder doch perlmuttartig? Diskutieren Sie diese Frage doch direkt mit einem Winzer im Weingut oder bei einer Weinprobe in der Innenstadt. Geniesser kommen aber nicht nur trinkend auf ihre Kosten: Schlemmen Sie bei einem Abendessen nach den Originalrezepten des römischen Feinschmeckers Apicius, geniessen Sie edle Haute Cuisine oder das einfache Trierer Nationalgericht «Teerdich» aus gestampften Kartoffeln und Sauerkraut.

Im Winter lockt schliesslich einer der schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands auf den Trierer Hauptmarkt. Staunen Sie über die grosse Weihnachtspyramide auf dem Domfreihof und schnuppern Sie sich durch den Duft von frischen Lebkuchen und Zimtwaffeln. Wer hier nicht alle Weihnachtsgeschenke findet, kann Trier als Ausgangspunkt für Kurztrips nach Luxemburg, Frankreich oder Belgien nutzen. Und Kulturliebhaber locken natürlich die zahlreichen Museen in Trier, allen voran das Rheinische Landesmuseum mit dem grössten römischen Goldmünzschatz der Welt.