Dordogne

Bergerac

von Bert Schwarz

Bergerac ist eine Stadt der Kunst und Geschichte. Hier, am Ufer der Dordogne lässt es sich gut zu leben. Die Menschen hier essen und lachen gerne. Gastronomie ist hier das Thema: z.B. Frisches Geflügel mit Foie Gras auf einem Stück Toast. Das verspricht, eine gute Mahlzeit zu werden. Das Ganze wird natürlich mit einem Wein der Region genossen.

Aber halt!

Es gibt hier Weine, die schmecken den Einheimischen. Wahrscheinlich nur den Einheimischen. Ich bin jedenfalls im Supermarkt so richtig reingefallen, denn ich kenne mich mit Bier, nicht mit Wein aus.

Zwei Lösungswege: 1. im Restaurant der Empfehlung der Bedienung folgen, oder 2. sich im zweiten Stock des Office de Tourisme in die Geheimnisse der lokalen Weinangebote einweihen lassen.

Bergerac, Dordogne-Brücke © Bert Schwarz

Diese kleine Stadt nahm uns mit seinem Charme und viel Freundschaft auf. Knappe zwei Tage waren wir hier, um uns einen Überblick zu verschaffen. Jetzt wissen wir: Wir müssen wiederkommen, die Frankreich-typischen Dimensionen der Parkhäuser, vor allem in den Ausfahrtsbereichen gefährden das eigene Blech und die Felgen und die Parkgebühren sind überschaubar.

Bergerac

Autor, Kamera, Montage : Bert Schwarz

© reisemagazin TV 2020

Geschichten aus Aquitanien
Dordogne
Bergerac
Im Stadtkern sind die Mauern alt und die Menschen jung.
Périgueux
liegt am Ufer der Isle, wo sich ursprünglich Gallier niedergelassen hatten.
Sarlat-la-Canéda
ist das kulturelle und kulinarische Epizentrum der Dordogne.

Die schöne Altstadt mit seinen historischen Fachwerkhäusern muss man einfach erwandern. Das ist halb so schlimm auch für Fussfaule, wie mich.

Zum einen ist die Altstadt nicht riesig und zum Andern kann man, wenn man denn will, von einem Restaurant ins nächste fallen. Will sagen: Verhungern und verdursten muss hier niemand.

Bergerac © Bert Schwarz
Bergerac, mittelalterliches Haus © Bert Schwarz

Es ist auf jeden Fall eine gute Idee für jeden Besucher, sich im Office de Tourisme am Quai Cyrano einzufinden. Hier gibt's gute Tipps für die Ahnungslosen.

Bergerac, Klosterhof © Bert Schwarz

Und dann ist da noch Cyrano de Bergerac, der lediglich eine literarische Figur ist. Obwohl Savinien Cyrano, das reale Vorbild zu Edmond Rostands Helden, niemals seine lange Nase in die Stadt im Périgord hinein steckte, wurde er dennoch einem der berühmtesten Bergeracois. Die Stadt verdankt dieser Figur ihre Bekanntheit und sein Geist ist überall spürbar.

Handfestes gibt's auch, wie z.B. das Tabakmuseum, das mit seiner in Europa einzigartigen Sammlung an die Geschichte einer aussergewöhnlichen Pflanze erinnert, die im Laufe der Jahrtausende mal als göttlich, mal als verflucht angesehen wurde. Obwohl sie derzeit am Pranger steht, hat sie dennoch alle Zivilisationen in soziologischer, wirtschaftlicher, kultureller, künstlerischer und politischer Hinsicht geprägt.