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Sanary-sur-Mer

Provençalischer Geheimtipp seit über 100 Jahren

von Bert Schwarz

Von Marseille kommend fährt man auf dem Weg nach Toulon durch Bandol oder auf der Umgehungsstrasse vorbei. In diesem Fall verpasst man ein an einer hübschen Bucht gelegenes und seit dem 19. Jahrhundert sehr beliebtes Seebad.

Sanary-sur-Mer, provençalischer Geheimtipp seit über 100 Jahren

Autor, Kamera, Montage : Bert Schwarz

© reisemagazin TV 2016

Sanary-sur-Mer ist ein Geheimtipp seit mehr als 100 Jahren und hat eine etwas bewegtere Geschichte: Nach 1933 holte Rene Schickele seine verfolgten Freunde - Bertolt Brecht, Lion Feuchtwanger, die Brüder Mann, Erwin Piscator, Ernst Toller, Franz Werfel und viele andere.

Einfach Sanary entdecken.

Autor, Kamera, Montage : Bert Schwarz

© reisemagazin TV 2011

So wurde Sanary zum Refugium einer aus Nazi-Deutschland vertriebenen Elite. Das ging nur bis 1940 gut, denn Viele, die nicht rechtzeitig in die USA ausgewandert waren, wurden dann von der Vichy-Regierung in den berüchtigten Lagern, z.B. in Les Milles in der Nähe von Aix-en-Provençe, interniert. Einigen (den Feuchtwangers, Werfels sowie Heinrich und Golo Mann) gelang eine abenteuerliche Flucht über die Pyrenäen. Die 1944, vor der Landung der Alliierten, gesprengte Villa «La Tranquille» der Manns wurde wieder aufgebaut.

Heute sind Bandol und Sanary-sur-Mer immer noch sehr beliebte Badeorte.

Und ebenso unverändert gut ist der Rosé von Bandol, einer der uns am besten schmeckenden Weine der Gegend.

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