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Die Mosel

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Die Mosel fliesst durch Frankreich, Luxemburg und Deutschland an pitoresken, mittelalterlichen Orten vorbei und schwindelerregenden Hängen, die voll von Weinstöcken sind. Sie schlängelt sich gemütlich von Ort zu Ort und hält Anblicke von Märchenschlössern oder Burgen bereit, die teilweise von längst vergangenen Schlachten zerstört oder liebevoll restauriert und unterhalten werden. Hinter jeder Flussbiegung warten Weinrestaurants und wie an die Hänge geklebte kleine Orte, wo die Zeit still zu stehen scheint.

Unsere Route

Die Quelle der Mosel liegt an den westlichen Hängen der Vogesen im Elsass. Dann fliesst sie durch Lothringen westlich der Vogesen. Dann schlängelt sie sich durch Luxemburg nach Deutschland hinein, wo sie Eifel und Hunsrück trennt. Schliesslich mündet sie in Koblenz in den Rhein.

Von der Quelle an folgen wir dem Fluss, der sich durch hübsche, kleine Orte mit freundlichen Menschen schlängelt und nahe Nancy sich nordöstlich nach Metz wendet. Dann geht es weiter in Richtung Remich in Luxemburg und durch das deutsche Moseltal an Trier vorbei mit seiner berühmten Porta Nigra, dem einzigen erhaltenen Stadttor aus der Römerzeit.

Das bezaubernde Weinörtchen Bernkastel mit seinen Fachwerkhäusern darf natürlich auch nicht ausgelassen werden.

Es geht weiter flussabwärts, wo die Ehrenburg in einem Tal gut versteckt vor Blicken der Vorbeireisenden und gut befestigt gegen Angreifer in alter Zeit liegt. Etwas weiter erwartet uns Cochem mit der Reichsburg, die auf der Spitze eines Hügels über der kleinen Stadt thront.

Im 2.000 Jahre alten Koblenz treffen dann Mosel und Rhein aufeinander, wo sie am Deutschen Eck in den nach Holland weiterführenden Fluss mündet.

Moselwein

Verstehen Sie Mosel?

von Beate E. Wimmer

Die Mosel mit ihren rund 9.000 ha bestockter Fläche als ein Gebiet zu verstehen, wäre ein gravierender Fehler. Das Weinbaugebiet Mosel ist nicht das größte in Deutschland, aber international das berühmteste und mit weltweiter Anerkennung. Mich verwundert immer wieder, dass dieses Weinbaugebiet mit seinem Reichtum an Weinstilistiken seit 2007 nur noch Mosel genannt werden darf. Die offizielle Begründung lautet „diese Bezeichnung ist verbraucherfreundlicher und weniger irritierend“.

Gerade die Charaktere der Weine sind so unterschiedlich wie die Weine im Burgund entlang der Côte d´Or. Auf den ersten Blick erinnert mich die Mosel an das Burgund. Auch hier bestimmen insbesondere Rebsorte, Höhenlagen und Mikroklimata das Finesse der Weine. Wer also das Facettenreichtum der Moselweine verstehen will, der muss sich zunächst einmal mit 5 unterschiedlichen Gebieten beschäftigen.

Obermosel…

…auch südliche Weinmosel genannt erstreckt sich von Schengen bis zur Saarmündung entlang des 3-Ländereck Deutschland, Frankreich und Luxemburg. Im oberen Lauf prägen breite Täler mit relativ flachen Hängen die Landschaft. Die Böden sind vorherrschend vom nährstoffreichen Muschelkalk bestimmt, erinnernd an die Champagne oder das Pariser Becken. Was dazu führt, dass hier ganz hervorragende Burgundersorten wie Weißburgunder, Auxerrois und Spätburgunder wachsen. Ein Novum bildet noch der Elbling (60% der Rebfläche), der einst in ganz Deutschland angebaut wurde. Heute finden wir fast ausschließlich diese Rebsorte an der Obermosel, wo sie auch gerne zur Sekt- und Cremantherstellung Verwendung findet. Die Weine der Obermosel sind frisch, fruchtig, mineralisch und im Trinkvergnügen unkompliziert.

Mittelmosel…

…zwischen Trier und Briedel bildet sie das Herzstück der Mosel mit mehr als 50% der gesamten Anbaufläche. In zahlreichen Schleifen mäandert die Mosel an spektakulären Schiefersteilhänge entlang. Dunkler Devonschiefer, Rotliegendes bei Ürizg und einzigartige Böden vulkanischen Ursprungs begünstigen den Weinbau. Die kalkfreien Böden in den Steillagen, die geschützten Tallagen und die Wärmespeicherung durch Fluss und Gestein bieten optimale Wachstumsbedingungen. Mehr als 60% der Fläche ist mit Riesling bestockt. Dazu bauen hier die Winzer noch Müller-Thurgau, Kerner und Weissburgunder an. Aber auch rote Rebsorten haben sich hier längst einen Platz im internationalen Vergleich erobert. Spätburgunder und Dornfelder lassen hier so manch überraschten Genießergaumen zurück… Die Weine der Mittelmosel sind finessenreich. Sie sind kräftiger und fruchtiger als im Restgebiet.

Photo: © Beate E. Wimmer

Terrassenmosel…

… erstreckt sich von Zell über Cochem nach Koblenz hin zum Deutschen Eck. Hier mündet die Mosel in den Rhein. Ab Zell wird das Tal enger und schmale Terrassen und Mauern aus Schiefergestein prägen die Landschaft. Mit einer Steigung von 68% stehen wir am Fuße des Bremmer Calmot zwischen Bremm und Ediger Eller, dem steilsten Weinberg Europas. Die niedrige Lage über dem Meeresspiegel, die höhere Durchschnittstemperatur und das Mikroklima bieten Flora und Fauna optimale Bedingungen. Auf quarzitischem Sandstein und Schiefer wachsen neben dem Riesling (60% der Rebfläche) auch Müller-Thurgau sowie weiße und rote Burgundersorten.

An der Terrassenmosel finden wir kraftvolle, erdige Weine mit üppiger Frucht und Körper sowie ausgeprägter Mineralität. Hier entstehen opulente Tropfen aus reifem Traubenmaterial und selektiver Handlese.

Saar…

…ist der größte Nebenfluss der Mosel und erstreckt sich von Serrig bis zur Mündung des Flusses bei Konz. Die Rebfläche ist in den vergangenen Jahren durch Rekultivierung angewachsen. Auch wenn das Weinbaugebiet Saar flächenmäßig eher klein ist, finden wir dennoch eine Vielzahl Steillagenweinberge vor, nicht nur in Flussnähe sondern auch an den Südhängen der Seitentäler. Die Lage Scharzhofberg ist wohl einer der bekanntesten Riesling-Lagen der Welt.

Die Böden sind geprägt von dunklem Devonschiefer. Das Saartal liegt etwas höher und hat dadurch eine lange Reifeperiode. Die Saarrieslinge zeichnet eine besonders gute Lagerfähigkeit aus. Selbst nach Jahrzehnten überraschen sie noch viele Genießer durch ihre Frische. Rund 80% der Rebfläche ist mit Riesling bestockt, der Rest mit Müller-Thurgau, Weissburgunder und Blauer Spätburgunder.

Die Weine sind extraktreich, frisch und komplex. Sie haben durch den Tonschieferboden eine deutliche Mineralität und gerne auch Aromen von exotischen Früchten im langen belebenden Abgang.

Photo: © van Volexem

Ruwer…

…das schmale Tal entlang der Ruwer ist geprägt von Wälder, Wiesen und Weinbergen. Es verbindet den Hochwald mit der Mosel und bietet eine spannende Flora und Fauna.

Von Sommerau bis zur Mündung in die Mosel westlich von Trier wachsen die Trauben ausnahmslos an Steillagen und Südhängen. Etwas höher gelegen als der Rest des Anbaugebietes befinden wir uns hier in der wohl „kühlsten Region“.

Die daraus resultierende längere Reifeperiode, der devonische Schiefer, niedrigere Durchschnittstemperaturen und die wärmespeichernden Steillagen bringen eine delikate Weincharakteristik mit sich. Fruchtig, filigran, belebend, saftig, zart und subtil – der Ruwer- Riesling zeigt sich gerne auch kräuterig bis hin zu Aromen von dunklen Beeren. 90% der Rebfläche ist dem Riesling gewidmet. Der Rest dem Weissburgunder und Spätburgunder.

Eines ist allen Gebieten der Mosel gemein: sie bringen filigrane, facettenreiche und weltweit einzigartige Weine hervor. Besonders der Riesling, die Königin der weißen Reben, ist nirgends auf der Welt geschmacklich so vielseitig wie hier.

Rassig, elegant, opulent mit vollem Körper – frisch, fruchtig und eine belebende moderate Säure – von feinherb über mineralisch trocken bis Edelsüß und Eiswein, hier trifft jeder Weinliebhaber auf seinen Geschmack.

Und jetzt fragen Sie mich zu Recht: was ist daran einzigartig in der Welt?

Die Antwort hierauf ist so einfach und doch komplex: Boden, Klima, Rebsorte, Kellerwirtschaft und die persönliche Kreativität des Winzers schaffen insbesondere für den Riesling einmalige Voraussetzungen, die wir so in der Welt nicht wieder antreffen.

Steillagen, Devonschiefer, Höhenlagen, Klimata, Flusstäler, Wärmespeicher, u.v.m sind die Grundvoraussetzungen für natürliches Säuremanagement, Zuckermanagement und Alkoholmanagement. Wichtige Faktoren, um dem Riesling eine lange Lebensdauer zu geben. Nicht selten treffen wir auf sensorisch trockene Weine mit 10% vol. Alkohol und weniger.

Insbesondere gereifte Rieslinge mit niedrigem Alkohol sind die perfekten Speisebegleiter und haben weltweit in führenden Restaurants ihren Platz auf den Weinkarten gefunden.

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