Galerien & Museen
La Piscine

La Piscine, Roubaix

von Bert Schwarz

Lille ist der ideale Ausgangspunkt, um die weniger bekannten Highlights der Region Nord-Pas de Calais, das heute ein Teil des Departements Hauts de France ist, kennen zu lernen. Neben Orten wie Amiens, Arras oder Villeneuve d’Ascq war für uns - auch witterungsbedingt - Roubaix das passende Ziel mit einem Besuch im La Piscine.

La Piscine, Roubaix

Autor, Kamera, Montage :
Bert Schwarz

© reisemagazin TV 2015

Jeder dieser Orte hat seine wirklich sehenswerte Attaktion und sind deswegen ideal für Tagesreisen. Vor allen Dingen ist es Lille, deren Innenstadt älter aussieht, als sie ist, denn sie wurde nach dem 1. Weltkrieg fast komplett neu aufgebaut - mit modernen Werkstoffen, aber im Aussehen wie vor ihrer Zerstörung.

Dann ist da beispielsweise Roubaix mit La Piscine, einer einzigartigen Gallierie, die früher eine Badeanstalt war. Die Gallerie zeigt eine atemberaubende Auswahl von Skulpturen und Gemälden, auf die durch einen enormen, auf Glas gemalten Sonnenuntergang das Licht fällt. Auch einen Besuch wert ist die 1511 erbaute Kirche Sankt Martin, in der man sich erfolgreich den Hals verrenken kann.

Das André Diligent Schwimmbad - Museum für Kunst und Industrie, das am 21. Oktober 2001 seine Pforten öffnete, befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Art-Deco-Schwimmbades, das zwischen 1927 und 1932 auf Initiative von Bürgermeister Jean-Baptiste Lebas nach den Plänen des Lilleer Architekten Albert Baert (1863-1951) gebaut wurde. Das Schwimmbad, das heute Teil des Kulturerbes des 20. Jahrhunderts ist, bot damals einen qualitativ hochwertigen Sport- und Hygienedienst mit einem innovativen sozialen Funktionieren, das das Bild einer kommunalen Mannschaft aus der Arbeiterklasse präsentierte und in der Lage war, aussergewöhnliche und prestigeträchtige Projekte zu fördern.

Das Programm des Museums steht im Mittelpunkt des Museumskonzepts, das sich auf das soziale und wirtschaftliche Leben konzentriert. Jean-Paul Philippons Projekt nutzt dieses Objekt, um den zentralen Ort, das Becken, in einen magischen Raum zu verwandeln. Es verbleibt ein grosser Wasserspiegel, der allen Szenarien angepasst werden kann.

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